Recherchen über England haben ergeben...

 ..., dass  eine jede englische Familie nur einen Löffel besitzt. Ihr ganzen Augenmerk ist daher auf dieses kostbare Gut gerichtet. Sollte also eine Familie ihren Löffel verlieren, kaputt machen oder bis zum unbrauchbaren Zustand ausnutzen, müssen alle Beteiligten verhungern. Nach dem Tod des ältersten Familienmitgliedes wird also der Löffel als das wichtigste Erbstück in die nächste Generation weitergegeben. Gefällschte Urkunden, Korruption und Intriegen stehen daher auf der Tagesordnung. Nur den wenigsten gelingt es, über jahrzehnte mehrere Löffel bei sich zu bunkern, und erlaubt es ihnen somit, einen hohen Prestige-Status in der Gesellschaft zu genießen. Die ersten Versuche zur Besserung unternahm das Volk im 19. Jahrhundert mit dem Putschversuch auf das königliche Geschirr, wurde jedoch gnadenlos niedergeschmettert. Um die vorletzte Jahrhundertwende hatte sich durch die Industrialisierung in England eine Goldgräberstimmung breit gemacht, als die Löffelproduktion für den Gaststättenbereich angekurbelt  und jeder Gaststätte ein ganzes Besteck-Set zugeteilt wurde. Die Betreiber flüchteten binnen weniger Wochen in die Insolvenz und trieben damit die Industrien immer mehr zur entgültigen Einstellung der Löffelproduktion. Hurzer Hand verbannten die reichen Herren ihre Löffel auf schweizer Nummernkonten und weigerten sich, diese an den Staat zur Schuldenbegleichung abzutreten. Der Frust und die Hilflosigkeit der englischen Regierung den ausländischen Staaten gegenüber erzeugte einen solchen Hass, dass der Import jeglichen Bestecks aus dem Ausland strengstens untersagt wurde. Seit dem hat nur ein weniger glücklicher Engländer in seinem Leben auch nur zwei Löffel nebeneinander liegen sehn.